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Frühstückslektüre | E-Sport - die nicht anerkannte Sportart

Verfasst von Mandy Jehne am

Ein Vater der seinen Sohn von der Schule nimmt damit dieser weiter Computerspiele spielen kann. Hört sich erst mal verrückt an, aber es hat sich gelohnt. Heute lebt der 19-jährige in Los Angeles und verfolgt seine Karriere als Overwatch-Profi. Wenn ihr wissen wollt, wie sich der sogenannte E-Sport immer mehr in der Sport Szene etabliert, dann lest hier weiter.

(CC-0) NikolayFrolochkin / pixabay.com

Ein schwedischer Vater nimmt seinen Sohn Lucas von der Schule damit er seine E-Sports Karriere fördern kann. Dabei war der Vater am Anfang alles andere als begeistert vom Hobby seines Sohnes. Er befürchtete sogar dieser könnte abhängig werden und wollte ihm das Computerspielen verbieten.

Erst, als er sah, wie viel Leidenschaft sein Sohn für das Spielen aufbrachte und er sich selbst an den PC setzte, um ein bisschen zu zocken, erkannte er ,dass das Talent seines Sohnes gefördert werden musste. So nahm er ihn kurzerhand von der Schule und Lucas widmete sich bis zu 18 Stunden am Tag seiner großen Leidenschaft. Das verschaffte ihm schließlich auch einen Platz im Overwatch-Team der Houston Outlaws.

Aber was ist E-Sport eigentlich?

Die wörtliche Übersetzung wäre: elektronischer Sport, aber damit können die meisten auch nicht viel mehr anfangen. Aber eigentlich ist es ganz einfach zu erklären: In den meisten Fällen treten Zwei Mannschaften wettbewerbsmäßig gegeneinander an, nur, dass das Ganze nicht auf dem Fußballplatz stattfindet, sondern am Computer. Unterschiedliche Teams 'bekämpfen' sich auf virtueller Ebene in Spielen wie League of Legends, Dota 2 oder eben auch Overwatch.

Da mischt auch die Sporthochschule Köln mit. Die haben nämlich ihr ganz eigenes E-Sports Team, welches sich Team ECO-e-Sports Cologne nennt.

Aber ist das überhaupt richtiger Sport?

Das lässt sich gar nicht so leicht beantworten. Die meisten die selbst in der E-Sports Szene sind und auch die Sporthochschule Köln würden wohl sagen: Ja. Trotzdem ist E-Sport nicht als offizielle Sportart anerkannt.

Aber im November 2017 wurde der ESBD ( E-Sport-Bund Deutschland) gegründet. Dieser setzt sich aus verschiedenen Teams, Vereinen, der ESL (Electronic Sports League) und dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware zusammen. Und die setzen sich genau dafür ein, dass dem E-Sport mehr Bedeutung zugemessen wird.

"Wir starten mit guten Vorzeichen in eine Zeit, in der E-Sport sehr große Aufmerksamkeit erfährt. Diese Chance möchten wir nutzen, um mit allen Stakeholdern ins Gespräch zu kommen, um die Rahmenbedingungen für E-Sportlerinnen und E-Sportler zu verbessern. Wir haben uns dabei auch die Anerkennung des E-Sport als gemeinnützig sowie als Sportart zum Ziel gesetzt."
Hans Jagnow ( Präsident des ESBD)

Aber auch sonst stehen die Zeichen gut. Weltmeisterschaften im E-Sports Bereich sind keine Seltenheit mehr. So findet zum Beipiel hier in Köln in der Lanxess Arena seit zwei Jahren die ESL One, die Weltmeisterschaft des Taktik-Shooters Counter-Strike statt.

Außerdem werden Videospiele ab  2022 zu einer Medaillen-Disziplin bei den Asia Games. Diese haben einen ähnlichen Charakter wie die olympischen Spiele und finden alle 4 Jahre im asiatischen Raum statt.


Fact: Mit über 3 Millionen Dollar an Preisgeldern, ist der deutsche Kuro Salehi Takhasomi der erfolgreichste E-Sportler der Welt.


(CC BY 2.0) dronepicr / flickr.com

Wenn ihr euch jetzt denkt: Das will ich auch! Dann nichts wie ran an den PC und einfach mal loslegen. Denn das tolle ist: E-Sportler kann prinzipiell erst mal jeder werden.


Frühstückslektüre

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