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Frühstückslektüre | Der STARvogel des Jahres 2018

Verfasst von Mandy Jehne am

Der Star ist Vogel des Jahres 2018! Und das nicht ohne Grund. Warum Stare so coole Vögel sind und was sie mit Wolfgang Amadeus Mozart verbindet erfahrt ihr hier.

(CC-0) Zinemo / pixabay.com

Der Star wurde vom Naturschutzbund zum Vogel des Jahres gekürt. Viele von euch kennen Stare wahrscheinlich durch ihre beeindruckenden Schwarmformationen, in denen sie perfekt synchronisiert durch die Lüfte gleiten. Vor allem im Herbst lässt sich dieses prachtvolle Naturschauspiel bewundern. Das könnte sich aber in einigen Jahren zu einer Seltenheit entwickeln. Denn der Starenbestand nimmt ab. Ihm fehlt es einfach an Lebensraum, weil immer mehr Flächen, vor allem durch die industrielle Landwirtschaft, bebaut werden.


Wie sieht denn ein Star überhaupt aus?

Gesehen habt ihr ihn bestimmt schon alle, euch war vielleicht nur nicht bewusst das es ein Star ist. Er macht es uns aber auch nicht gerade leicht, da sich sein Federkleid je nach Jahreszeit verändert. Im Frühjahr schmückt die Vögel ein schwarzes Gefieder, das je nach Lichteinfall metallisch grün, blau oder violett schimmert. Der Schnabel der Vögel ist strahlend gelb, jedoch ist die Basis bei männlichen Staren eher hellblau und bei den Weibchen leicht rötlich. Im Spätsommer ist ihr Gefieder mit einem schillernden Perlenmuster überzogen, welches durch die weißen Spitzen ihrer Federn zu Stande kommt. In den Herbst und Winter Monaten verliert das Gefieder dann an Farbe und wird dunkel. Auch die weißen Punkte verschwinden. Mit diesen Infos solltet ihr das nächste mal auf alle Fälle erkennen ob ihr nun einen wahren Star vor euch habt.

(CC BY 2.0) Jevgenijs Slihto / flickr.com

Was macht den Star so besonders?

Wie Eingangs schon erwähnt zeichnen sich Stare vor allem durch ihre großen Schwärme aus, in denen sie jedes Jahr zu ihren Überwinterungsgebieten fliegen. Diese sind nicht nur schön anzusehen, sondern sollen die Stare in erster Linie vor Angreifern aus der Luft schützen. Da sie sich in ständiger Bewegung befinden, fällt es Greifvögeln schwer einen Vogel innerhalb des Schwarms zu fixieren und anzugreifen.

Desweiteren sind Stare kleine Bauchredner. Wenn sie nämlich die Star typischen pfeifenden, zischenden und schnalzenden Geräusche von sich geben, bewegen sie ihre Schnäbel kaum. Außerdem sind die kleinen Vögel wahre Imitationskünstler. Sie können nämlich andere Vogelrufe, aber auch Polizeisirenen oder ein Handyklingeln ganz einfach nachmachen.


Mozart hat einen Vogel

Aufgrund dieses außergewöhnlichen Talents des Stars alle möglichen Laute zu imitieren, hielt sich der Star-Komponist (Haha) Wolfgang Amadeus Mozart einen Star drei Jahre lang als Haustier. Dieser konnte schon nach kurzer Zeit das Klavierkonzert Nr. 17 in G-Dur nachpfeifen, um so trauriger war Mozart als sein „ Vogel Stahrl“ starb. Um seiner Trauer irgendwie Luft zu machen schrieb er seinem Star zu ehren ein eigenes Poem.


Hier ruht ein lieber Narr
Ein Vogel Staar
Noch in den besten Jahren
Mußt‘ er erfahren
Des Todes bittern Schmerz

(CC BY 2.0) gravitat-OFF / flickr.com

Wenn ihr euch jetzt denkt: So ein cooler Vogel muss auf alle Fälle in Deutschland bleiben, dann könnt ihr ihnen sogar dabei helfen. Und zwar in dem ihr einfach sogenannte Nistkästen in den Grünbereichen oder ländlichen Gebieten in eurer Umgebung anbringt. Nähere Informationen dazu findet ihr auf der Internetseite des Naturschutzbundes.



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