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Guns Akimbo - Daniel mit den Pistolenhänden

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In der Welt von Guns Akimbo treten Internet kriminelle Personen in einem neuartigen Gladiatorenkampf gegeneinander an. Wer von den Kontrahenten am Leben bleibt, gewinnt. Wir klären, ob der Film damit zu den Gewinnern des Jahres zählt.

Gestreamt wird der digitale Gladiatorenkampf in der Welt von Guns Akimbo im Internet, wo eine makabre Community den Kampf auf Leben und Tod diskutiert und verfolgt. Auch die Hauptperson Miles (Daniel Radcliffe) beobachtet begeistert das Spektakel und haut in den Kommentarspalten ordentlich in die Tasten. Mit einem seiner Troll-Kommentare schlägt der sonst eher unscheinbare Miles allerdings über die Strenge und wird von den Organisation "SKIZM" zur Teilnahme gezwungen. Dafür schrauben sie ihm zwei Pistolen an die Hände und als zusätzlichen Anreiz entführen sie seine Ex-Freundin Nova.

Seine Gegnerin im Spiel ist Nix (Samara Weaving), die als "krankhaft kriminell" im Film beschrieben wird. Nach anfänglichen Schießereien und gegenseitigen Mordversuchen offenbart sich für Miles und Nix, dass sie eigentlich einen gemeinsamen Feind haben.

Auf den ersten Blick denkt man vielleicht an die „Tribute von Panem“-Setting mit ein bisschen Internetdystopie. Doch leider entpuppt sich die Story als unharmonisches Potpourri bereits bekannter Filmprämissen:. ein Außenseiter wird ungewollt zum Held, aus Feinden werden Freunde und der Nerd rettet das hübsche Mädchen. Wenn man schon einige Action- und Superheldenfilme der letzten Jahre gesehen hat, sind die Wendungen wenig überraschend.

Und auch die Witze zünden vermutlich eher bei einem jugendlichen Publikum. Selbst die lustigen Momente waren für meinen Geschmack aber zu sehr in die Länge gezogen. So schmunzelt man zwar darüber, wenn Miles (Daniel Radcliffe) versucht mit Pistolenhänden ans Handy oder auf Toilette zu gehen. Doch wird dieser Witz nach zwei Minuten einfach langweilig und uninteressant.

Die Darstellung der Community als voyeuristisch und blutrünstig gelingt aber sehr gut. Und auch die Actionszenen fangen den bizarren Stil und Humor der Welt gut ein. Aber ohne spannende (oder zumindest sympathische) Story lassen einen die besten Actionszenen kalt. Deswegen ist der Film unter der Regie von Jason Lei Howden kein richtiges Highlight.

Unterm Strich eignet sich Guns Akimbo wohl eher für ein jugendliches Publikum, dass die Plottwists noch nicht so oft in anderen Filmen gesehen und Lust auf den bizarren Humor des Films hat. Wer sich selbst von dem Film überzeugen will, kann die Bluray oder DVD Version des Films ab dem 04. Dezember 2020 im Handel erhältlich.

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