Leitung: Wiebke Reimers

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Energiesparen in der Musikindustrie

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Habt ihr Vinyl im Schrank stehen? Oder CDs? Oder liegt eure komplette Musikbibliothek in der digitalen Welt? Letzteres wäre zwar nicht der stilvollste, aber durchaus der umweltschonendste Weg. Die Musikindustrie macht sich Gedanken über ihre Umweltverträglichkeit...

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Musikdownloads verursachen einen geringeren CO^2-Ausstoß als ihre physikalischen Counterparts - das belegt eine Studie, die wir für diese Feststellung wohl nicht wirklich gebraucht hätten.
Bands wie Radiohead empfehlen ihren Fans daher, ihre Alben lieber als Download-Version zu kaufen. Für alle Haptik-Liebhaber, die nicht darauf verzichten wollen, gestalten sie ihre Cover mit möglichst recyclebarem Material. Da sind sie sicher nicht die einzigen. Aber dennoch gelten sie seit einigen Jahren als Vorreiter-Band in Sachen Umweltschutz.

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Kurz nach dem Riesen-Kommerz-Event Live Earth hat die Band den ökologischen Fußabdruck ihrer Konzerte untersuchen lassen. Und festgestellt: Der größte Anteil CO2 wird durch uns produziert, durch die Fans, durch die Anreise mit Dreckschleudern. Mit dem T1 zum Festival ist nunmal wesentlich cooler als mit dem Zug zu fahren.
Was soll das bisschen Staub schon ausrichten - es sind doch die Bands, die mit dem Jet kurz mal um den ganzen Globus hopsen und sich via Tour Rider Wasser von den Fiji-Inseln einfliegen lassen.
Die Band um Thom Yorke sieht sich in einer Vorbild-Position - immerhin erreicht Radiohead ganze Stadien voller Menschen - und versucht selbst, möglichst klimaneutral zu touren. Sei es, die Ausstattung mal mit dem Zug einfahren zu lassen und nicht den Privatjet zu nehmen sondern sich in einen ganz normalen Flieger zu setzen. Oder auch mal gar nicht zu einem TV-Auftritt anzureisen und stattdessen eine Videoperformance abzuliefern.

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Sich ihrer Vorbildfunktion bewusst appelliert die Band außerdem an die zig Fans - fahrt nicht mit dem Auto zu unseren Konzerten!
In Köln ist es wahrscheinlich sowieso der entspanntere Weg, mit dem Öffentlichen Nahverkehr anzureisen - immerhin gibt es hier eh keine Parkplätze und die Verbindung zu den Konzerthäusern per Bus und Bahn ist großartig.
In anderen Städten und vor Allem auf dem Land ist das natürlich schwieriger. Doch Bands wie Radiohead haben einen großen Vorteil: Sie können sich sicherlich aussuchen, in welchen Locations sie spielen. Da haben diejenigen, die leicht zu erreichen sind, sicherlich einen Vorteil.
"Wer als Journalist eine Konzertkarte für Paris wolle, müsse am Donnerstag an einem Radrennen teilnehmen, kündigte die Plattenfirma an. Die 50 ersten Reporter, die mittags mit dem Fahrrad am Beggars-Büro einträfen, bekämen eine Karte geschenkt."
Das Konzept des Green Tourings greift auch Adam Gardner, der Kopf der Band Guster auf. Er hat mit seiner Frau Lauren Sullivan die NGO Reverb gegründet, die Bands dabei hilft, klimaneutrale Konzerte zu spielen. Reverb geht dabei einen Schritt weiter als all die Bands, die sich die Klimaneutralität ihrer Konzerte inzwischen durch Wiederaufforstungsprogramme erkaufen...
„Um den bei dem Konzert angefallenen CO2-Ausstoß komplett zu neutralisieren, lassen wir in den Tropen genau die Menge an Bäumen aufforsten und dauerhaft schützen, die die entstandene Menge Kohlendioxid aus der Atmosphäre klimaneutral bindet."
Neben Maßnahmen wie diesen gibt Reverb den Bands nämlich noch viele weitere auf den Weg. Das fängt schon bei Kleinigkeiten wie den Fressbuden auf dem Gelände an. Hier werden keine Plastikbecher rausgegeben, sondern Trinkflaschen verkauft, die sich schier endlos wieder auffüllen lassen. Womit? Mit dem Wasser, das den Gästen dann kostenlos über Wasserspender zur Verfügung steht.

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