Leitung: Wiebke Reimers

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Arctic Monkeys: Bier, jazzige Töne & altbekannter Garage-Rock

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Vier Jahre sind schon vergangen, seitdem wir das letzte Mal die Arctic Monkeys live gesehen haben. Nun war es wieder soweit. Arctic Monkeys sorgten für ausverkaufte Konzerte, nicht nur in der Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf. 

(Credit: Zackery Michael) FKP Scorpio
(Credit: Zackery Michael) FKP Scorpio

Kurz vor dem Konzert gönnt man sich ein kaltes Bier in der nahegelegenen Bar Kassette. Danach muss es aber schnell gehen, denn vor der Halle tummeln sich schon einige Leute, die unter anderem ihre Taschen abgeben, ihre Tickets zeigen oder sich schon drinnen am Merchandisestand ein paar Schätze ergattern. Der Geruch von Bratwürsten aus der Theke erfüllt den ganzen Raum. Viele warten schon in der Konzerthalle auf den Support, Cameron Avery. Andere quatschen noch mit Bekannten und Freunden und zünden sich noch eine Zigarette an. Bei vielen ist jedoch ein imaginäres Fragezeichen im Gesicht zu erkennen: Welche Songs werden gespielt? Wie wird das Konzert?.

Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf (Credit: Yonca Yildirim)
Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf (Credit: Yonca Yildirim)

Die Arctic Monkeys sorgten dieses Jahr für zwei große Überraschungen. Das sechste Studioalbum Tranquility Base Hotel & Casino erschien im Mai 2018, welches für gespaltene Meinungen unter den Fans sorgte. Die vierköpfige Band aus Sheffield wagte etwas Neues und schlug mit ihrem zuletzt veröffentlichten Album in Richtung Lounge-Pop/Rock mit Jazzeinflüssen ein. Viele waren enttäuscht, andere wiederum empfanden das Album als ein Meisterwerk.

Der ein oder andere war sich daher unsicher, ob live größtenteils nur Songs aus TBHC gespielt werden. Die Sorgen waren jedoch unbegründet, denn die Setlists aus den vorherigen Konzerten (unter anderem in Berlin) deuteten darauf hin, dass die vierköpfige Band aus Sheffield viele Songs aus den alten Alben spielen werden. Happy News für die alten Fans also! 

So verlief dann auch der Abend in Düsseldorf mit Bier, jazzigen Tönen & altbekannten Garage-Rock aus der juvenilen Zeit der Arctic Monkeys.


Zu Beginn sorgte Cameron Avery für gute Stimmung im Publikum. Musikalisch ergänzte er die Arctic Monkeys mit ihrem neuen Album "Traquility Base Hotel & Casino": ein bisschen crooning, eine sexy Stimme und Einflüsse von Elvis und Sinatra. Cameron Avery kreierte eine entspannte Atmosphäre, die dann von den Arctic Monkeys phasenhaft unterbrochen wurde.

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A clash of songs. So fühlte sich das Konzert an. Angefangen wurde mit 'Four out of Five', gefolgt von 'Do I wanna know?', dann ließ 'Brianstorm' schließlich die Menschenmenge toben. Vor allem waren die Engländer im Publikum gut am Moshen als 'The View from the Afternoon' gespielt wurde. 

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Die Euphorie lässt sich auch bei dem Song ‚505‘ zu erkennen geben.

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Die Halle war durch Absperrgitter in zwei Hälften geteilt, eine sogenannte Welle, weshalb eher im hinteren Bereich Moshpits stattfanden. Verschüttetes Bier, verschwitzte Leute und Rutschgefahr, während andere eher die neueren Songs bevorzugten. Aber dieser 'clash of songs’ beigeisterte alle Fans. Sie verließen das Konzert zwar (zum zweiten Mal) überrascht aber zufrieden, mit einem Lächeln oder mit Bier in der Hand.

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