Vince Staples - 745

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Vince Staples hat Ende Juni ein neues Album veröffentlicht. Das heißt "Big Fish Theory" und ist voller Experimente, guter Texte und ungewöhnlichen Sounds. Das Album klingt wie nichts, das man von ihm zuvor gehört hat. 

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Vincent Jamal Staples ist aber auch sonst ein interessanter Zeitgenosse. Seine Musik spiegelt das auch wider, denn gewöhnlich ist sein Hip Hop nie gewesen.
 
Auf dem am 23. Juni erschienenen Album hört man zwischendurch Möwen, gefolgt von Schüssen. Eine Referenz auf seine Herkunft, Compton, Kalifornien. Dort lebte er immer zwischen dem Sonnenschein und der Straßengewalt.  Somit ist seine Musik auch geprägt von dem Leben in der Armut im Paradies. Das Album beginnt mit sommerlichen Geräuschen, gefolgt von Keyboards, Two-Step-Beat und Lasern - und einer Frauenstimme. Seine LP endet offen - mit elektronischen Regengeräuschen und Flöten. Man wartet auf den finalen Beat-Drop... Doch der kommt nicht. 

"Big Fish Theory" ist vielschichtig, vielseitig und eventuell gar nicht mal so sehr Hip Hop wie einige andere LPs von Staples zuvor. Das Album bietet garagelastige und houselastige Beats, die in Zusammenarbeit mit Elektro-Superstar Flume oder Bon Iver entstanden sind. Seine Musik auf dem neuen Album bezeichnet der Rapper selbst als "Afro-Futurism". Außerdem vergleicht er seine Musik mit einer Kunstausstellung. Dort würde es ja auch langweilen, ständig dieselben Bilder zu sehen.  So lässt Staples dann auch einfach mal neue Bilder entstehen. 

Der Rapper, der weder Alkohol trinkt, noch Marihuana konsumiert, kann auch mit Genres nicht sehr viel anfangen. Er weiß, wie seine Musik klingen soll. Das reicht. Was der Titel seines Albums "Big Fish Theory" heißen soll? Da lässt er alle spekulieren. Nur so viel: Es ist keiner der typischen Sprüche wie "Es gibt so viele Fische im Meer" oder aber "Big Fish in a Small Pond". Ganz im Gegenteil: Es ist etwas Persönliches, das auch passiert ist und im Album reflektiert wird. Man darf also gespannt bleiben. Vielleicht verrät er das ja eines Tages. 

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