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Veranstaltungsräume in Köln – so werden Bands gebucht

Verfasst von Alex B am

Die Kölner Konzertveranstalter arbeiten mit den Booking-Agenturen der Künstler*Innen zusammen. Gemeinsam versuchen sie, den idealen Veranstaltungsort für die Bands zu finden. Dahinter steckt allerdings einiges an Arbeit.

Die Suche nach dem richtigen Veranstaltungsort ist ein wichtiger Schritt zu einem erfolgreichen Konzert. Mit Live-Auftritten wird das Geld verdient – Ticketverkäufe bringen den Bands mit Abstand am meisten Umsatz, noch vor dem Verkauf von physikalischen Datenträgern wie CDs und Schallplatten und den Einnahmen durch Streaming-Dienste. Dabei gibt es wie in allen Großstädten in Köln eine Fülle an Veranstaltungsorten, die für Konzerte in Frage kommen. Vom schwitzig-gemütlichen Partykeller in der Südstadt bis zum riesigen Mehrzweckstadion in Deutz – die Auswahl ist groß. Jeder Ort bietet eine vollkommen andere Atmosphäre und bietet sich daher für verschiedene Arten von Veranstaltungen an. Gewisse Genres kommen erst so richtig zur Geltung, wenn Publikum und Band verschmelzen, andere dagegen profitieren von Sitzplätzen oder weiträumigeren Flächen. Genau so vielfältig sind auch die Herangehensweisen der Veranstalter Konzerte auf die Beine zu stellen.

Das Publikum begeistern


Üblicherweise findet die erste Kontaktaufnahme durch die Künstler*Innen statt. Es ist an ihnen, abzuschätzen in welcher Größenordnung der Veranstaltungsort sich bewegen soll, und ob es etwa Sitzplätze geben soll. Dafür reicht meistens eine E-Mail. Die Band stellt sich dem Veranstalter vor – idealerweise mit Hörproben. Das ist entscheidend, denn Veranstalter buchen in aller Regel nur Bands deren Musik sie selbst mögen und unterstützen möchten. Das Lineup eines Veranstaltungsortes deutet auf eine Identität hin, die sich vielfältig ausdrücken kann. So kann eine Aufführungsstätte beispielsweise hauptsächlich Bands aus einem bestimmten Genre buchen, oder Künstler*Innen, die einer bestimmten Subkultur angehören. An dieser Stelle trägt der Veranstalter eine gewisse Verantwortung seinem Stammpublikum gegenüber und muss dies bei der Suche nach Bands berücksichtigen. Das ist im Interesse beider Seiten, Bands und Veranstalter. Ist das Publikum von dem Konzert begeistert, besteht eine gute Chance auf einen weiteren Auftritt in der Stadt auf der nächsten Tour.

Exklusivität für ein besonderes Konzert


Booker verhandeln im Namen der Bands mit den Veranstaltern und treffen eine Vereinbarung. Damit sich die Musiker*Innen auf die Konzerte vorbereiten, stellen viele von ihnen sogenannte Booker ein. Die sind dafür zuständig, sich um die Organisation von Konzerten zu kümmern und den Kontakt zu den Veranstaltern herzustellen. Die Booker informieren sich über die in der Stadt vorhandenen Möglichkeiten, legen sich auf die passendste fest und verhandeln anschließend über die Gage. Bands erhalten die Einnahmen aus den Ticketverkäufen und den verkauften Merchandise-Artikeln, und teilen sich die Einnahmen der Getränkeverkäufe des Abends mit den Veranstaltern. Oft verlangen die Veranstalter auch eine sogenannte Radiusklausel. Die besagt, dass Bands in einem bestimmten Zeitraum vor und nach dem Konzert keine weiteren Konzerte in der Nähe spielen dürfen. Damit erhoffen sie auch Leute von Außerhalb anzulocken, da es keine weiteren Konzerte in der Umgebung geben wird.

Veranstalter und Bands verbindet schon bei der Vorbereitung eines Konzerts eine enge Zusammenarbeit, angefangen über die Auswahl der Aufführungsstätte bis zur Verhandlung über Gage und eine Radiusklausel. Diese Faktoren tragen zu einem erfolgreichen Konzert, dem Aufbau einer musikalischen Subkultur, sowie einer glücklichen Band und einem zufriedenen Publikum bei.

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