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Storyteller | Was ich vom Valentinstag halte...

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Es ist wieder der 14. Februar, gefühlt mein ganzer Freundeskreis ist am Ausrasten: "Was schenke ich ihm nur? Ist ein Ski Trip nach Sölden zu viel? Oder doch lieber ein Armband mit Gravur?" Blah, blah, blah – denke ich mir nur. Den ganzen Hype um den Valentinstag kann ich null nachvollziehen...

(CC-0) Alexas_Fotos / pixabay.com

Die Legende sagt...

Valentinstag soll angeblich der Tag der Liebenden sein, der Tag, dem man seinem Partner*in widmet, ihn mit ihm oder ihr verbringt. Man macht sich gemeinsam einen schönen Tag, überrascht Partner*in oder macht, wie ich, eben nichts. Diesen Tag haben eigentlich wir dem lieben Bischof Valentin zu verdanken. Er traute, trotz des Verbots des römischen Kaisers, Liebende aus unterschiedlichen Ständen. Nach der Eheschließung schenkte er den Paaren rote Rosen aus seinem Garten. Er schaffte damals im 3. Jahrhundert das Unmögliche, so zumindest die Legende. Eigentlich sehr romantisch, oder? Wenn es heute doch auch nur um Liebe ginge...

Nur Kommerz? 

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Für mich geht es allerdings am Valentinstag nicht um die Liebe, sondern er ist einfach ein weiterer Tag des Kommerzes, genau so wie an Weihnachten und Halloween. Eine Marketingstrategie aus den USA, wie man so schön sagt. Man kann eigentlich nach Weihnachten und Silvester alles, wirklich ALLES, in rot und Herzform kaufen. Sogar auf dem Klopapier im Sender sind Herzen. Und natürlich Rosen. Fragt sich eigentlich niemand, wie es möglich ist, im Winter diese Unmengen an Rosen zu verschenken? Oder vielleicht, dass wir wieder skrupellos aus Dritte Welt Ländern importieren? Ich meine, wenn schon Influencer*innen in den sozialen Netzwerken von irgendwelchen romantischen Reisen oder teurem Schmuck posten, sollten wir dann nicht auch noch einen drauflegen und nur noch krasse Maledivenreisen verschenken?

Tinder, Texting und Ghosting

(CC-0) LoboStudioHamburg / pixabay.com

Wie man merkt, bin ich kein großer Fan des Valentinstags. Vor allem im Zeitalter des Tinderns, Textings und Ghostings fällt das einem umso schwerer, verliebte Pärchen zu sehen und sich nicht zu übergeben. Und nein, natürlich hat das nichts, rein gar nichts mit Neid zu tun. Als jemand aus der Y-Generation, in der man wirklich alles hinterfragt, jeden Stein 40 Mal umdreht und nie Zeit hat, fällt das einem umso schwerer, the one and only zu finden (versucht man sich einzureden). Deshalb verbleibe ich damit, dass der Valentinstag ein kommerzieller Feiertag ist und man ihm deshalb nicht so viel Beachtung schenken sollte. 


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