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Erfahrungsbericht | Monday-Funday und die Zülpicher morgens um halb 7

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Uff, als es plötzlich hieß, man trifft sich für’n Frührausch schon um 7 im Sender, war das mit der Vorfreude auf die On-Air-Ausbildung auch ganz schnell vorbei. Zumindest so für die ersten fünf Minuten.

Nein, quatsch. Monday Funday ist das Motto! Auch wenn das heißt, dass ich um 5 aufstehen muss. Das Leben ist eben hart, so als möchtegern-Journalist. Was willste machen?

Mein erster Montag war irgendwann im Juli. Als ich morgens aus dem Haus bin schien schon die Sonne. Auf der Zülpicher hab ich mir direkt `nen Kaffee geholt, damit ich nicht direkt anfange loszuheulen und los gings.

Einmal vorweg: mein Highlight jeden Montagmorgen war der Weg zum Sender. Kein Witz. Nach gut 1 ½ Jahren Pandemie, war es schön wieder über die Zülpicher zu schlendern – auch um 06:30 Uhr am Morgen. Aus dem Venus Celler torkelten die Letzten gerade die Treppen hoch. Vor’m Umbruch kotzte jemand auf die Straße. Zugegeben, ich habe hier eigentlich gar nichts zu Kamellen. Bevor die Welt 2020 den Bach runterging, kann es gut sein, dass ich es war, der um 06:30 Uhr noch auf der Zülpicher rumgeisterte. Aber das ist das Schöne an uns Kölnern: wir verurteilen nicht. Wir beobachten nur, und zerreißen uns dann im Nachhinein die Mäuler.

Nächster Stopp auf dem Weg zum Sender waren die Uniwiesen. Immer vorbei am provisorischen Klimacamp. Irgendwann habe ich mich mit den Leuten da sogar ganz gut verstanden. Wenn ich mal keinen Kaffee hatte, weil ich spät dran war, war auf das Klimacamp immer verlass. Na gut, Fairtrade Kaffee ballert nicht ganz so sehr wie der aus den BackWerk-Pappbechern, aber komm, besser wie nichts.

Kaffee Nummer 2 gab’s dann im Sender. Meistens. In der Regel ist Lisa, aka Miss Tagesschau, noch eben schnell zum Rewe gesprintet, damit die Stimmung in der Redaktion nicht ganz kippt. Geholfen hat’s immer!

So um 9, da lief die Sendung schon eine gute Stunde (vorausgesetzt die Technik spielte mit), waren wir dann auch meistens alle wach. Und geil war’s auch immer. Sobald der erste Assi auf Sendung war, wurde in der Redaktion das Radio voll aufgedreht und gespannt zugehört. Wir waren alle 24/7 im Hype-Modus. Ob Mensatipps, UdW, ZM oder KG. Wenn einer von uns auf Sendung war: Mucke laut, Ohren auf, Klappe zu. Never Change a Winning Team und so.

Die Ausbildung ist ja auch zum Ausprobieren da. In jeder Runde ist man gestresst, aufgeregt und nach jedem Mal im Studio auch immer ein bisschen stolz, dass man’s geschafft hat. Wenn man dann in der nächsten Runde war, schaut man so auf die letzte zurück und denkt sich nur: Oh Gott, was habe ich denn da fabriziert? Aber das ist auch irgendwie das Geile. Die Lernkurve bei KC ist so unglaublich steil, dass man ab Runde 2 schon quasi kopfüber hängt. Und es hörte nicht auf.

Nach jeder Sendung gibt’s den Off-Air-Check. Die Feedbackrunde ist Gold wert. Du sitzt da, mit den anderen Assis, dem Mod und dem CvD und gehst die Beiträge durch. Meistens gab’s ein Feedback-Sandwich. Wir waren zwar ein eingespieltes Team und immer voll auf unserer Seite, Kritik gab’s aber trotzdem meistens. Und die nahm man auch immer dankend an. Sonst lernt man ja auch nichts dazu, wa?

Als dann irgendwann so ab Woche 6 der Alltag eintrudelte wurde es dann nochmal richtig schön. Nach der Sendung gemütlich ein Kölsch auf’m Mäucherchen? Um 12:00 Uhr mittags? Saaafe!. Gearbeitet haben wir ja schon. Das Kölsch ist verdient! Und was gibt’s Schöneres, als mittags schon leicht angedüdelt in der Bahn zu sitzen?

Monday Funday Alaaf!

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