Leitung: Esther Ritscher

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Last Christmas, I gave you my Frührausch

Verfasst von Paul-Can Atlama am

Meine Zeit bei Kölncampus war teilweise echt stressig. Als Montag hatte man eh schon am wenigsten Zeit für seine Beiträge und dann auch noch nach dem Wochenende um 7 Uhr auf der Matte zu stehen war für einen Langschläfer wie mich eine wirkliche Zerreißprobe.

Doch all der Stress und die verlorenen Stunden Schlaf wurden um ein Vielfaches aufgewogen.

Ich habe viele wertvolle Fähigkeiten gelernt und was vielleicht noch viel wichtiger ist, neue Freunde gefunden. Viele Erinnerungen aus meiner Assizeit werden mich weiterhin begleiten und zwei dieser Erfahrungen würde ich gerne hier teilen.


Ein jecker Morgen


Ein Frührausch, der mir definitiv für immer im Gedächtnis bleiben wird, war die fabulöse Karnevalssendung, die wir am 11.11. aufs Parkett geschmettert haben. Auch wenn ein signifikanter Teil des Frührauschteams aus Karnevalsmuffeln bestand und sich einige nicht an die strenge Kostümpflicht gehalten hatten, sorgte das ein oder andere Glas Sekt zum morgendlichen Frühstück für die richtige Stimmung.

Doch den größten Beitrag leistete wohl das schrecklichste perfekte Duo aller Zeiten.

Die Doppelmod von Daniel und Flo war wirklich ein Ohrenschmauß.

Selten haben sich zwei Pole so sehr ergänzt. Daniel vertrat das Lager der Karnevalsenthusiast*innen, während Flo es sich nicht nehmen lies, sich ab und zu über den Karneval und seine absurden Lieder und Traditionen auszulassen.

Und so kam es, dass die Sendung ständig zwischen den besten Karnevalshits und der allseits geliebten Köln Campus Mucke oszillierte und einem die Schunkellieder nie zu viel wurden.

Als grandiosen Abschluss des Frührauschs versammelten wir uns alle gemeinsam vorm Mikro, um den Zuhörer*innen noch ein paar letzte Überlebenstipps für den Kölner Karneval mit auf den Weg zu geben.

Und nichts hätte mich besser in Karnevalsstimmung bringen können, als dieser chaotische Frührausch. Mir taten nur die armen Säue leid, die am 12.11. um 7 Uhr zum Frührausch kriechen durften.



Last Christmas, I gave you my Frührausch!


Der zweite Frührausch, von dem ich wahrscheinlich noch in 40 Jahren meinen Enkelkindern erzählen werde, war unser Weihnachtsfrührausch.

Es wurde langsam kalt und man begann die ersten Weihnachtslieder zu summen.

Passenderweise handelte auch das UdW von Weihnachtsohrwürmern, die man einfach nicht los wird und die jedes Jahr wiederkehren.

Unser grandioser Mod, der an dieser Stelle ungenannt bleiben soll, ließ es sich natürlich nicht nehmen im Anschluss den vielleicht besten Weihnachtsohrwurm aller Zeiten anzuspielen. Last Christmas von Wham!

Der gesamte Sender war erfüllt mit weihnachtlichen Klängen und dem grammyverdächtigen Gesang aller KCler.

Und da ein guter Ohrwurm nun mal immer wiederkehrt, lief von diesem Zeitpunkt an, erst jede Stunde und dann jede halbe Stunde, dieser ach so schöne Herzschmerzsong.

Wir spekulierten bereits darüber wie viele Zuhörer*innen wir mit dieser Aktion vergraulen würden, als plötzlich kurz das Telefon klingelte. Wir scherzten darüber, dass wir nun unsere erste Beschwerde bekommen würden. Als der Mod schließlich ans Telefon ging, weiteten sich seine Augen. Der Anrufer war ein 64-Jähriger Herr, der ja durchaus den Gag verstehen würde aber jedoch „Sackratten“ bekommen würde, wenn er die Stimme von diesem George Micheal noch einmal hören müsse.

Da gerade natürlich auch Last Christmas lief, ging der Mod, on-air und entschuldigte sich bei allen Zuhörer*innen. Er versprach ab sofort nur noch gute Musik zu spielen und der nächste Song war natürlich… Last Christmas! Ich hatte schon lange nicht mehr so herzlich gelacht.

Und auch heute höre ich manchmal noch in der Ferne George Michaels wunderschöne Stimme von einer tragischen Liebe singen und denke an diesen einen ach so schönen Montag Morgen im Dezember zurück.


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