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Auch Kölncampus ist betroffen: Sanierung des Studierenden Service Center der Universität zu Köln

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Sehr geehrte Damen und Herren,

während des Unwetters vom 10. auf den 11. Juli letzten Jahres ist Wasser in das neu gebaute Studierenden Service Center der Universität zu Köln eingetreten, das Kellergeschoss war laut Informationen der Universität zu Köln geflutet.

Die Stromversorgung des Gebäudes musste als Vorsichtsmaßnahme abgestellt werden und das Gebäude war über ein ganzes Wochenende gesperrt. Auch wir von Kölncampus, die eigentlich über Schlüssel bzw. Transponder verfügen, durften das Gebäude nicht betreten. So wurde kurzfristig unser Sendebetrieb eingestellt, da der Strom natürlich auch in unseren Senderräumlichkeiten abgestellt wurde.

Mehr als einen Monat später, am 29. August 2014, besuchten ungefähr 7 Mitarbeiter des Baudezernats zusammen mit Herrn Müller, dem mit der Sanierung beauftragten Architekten, unsere Räumlichkeiten und teilten uns mit, dass wir aufgrund von Baumaßnahmen ungefähr ab Dezember für ungefähr 6 Monate ausziehen müssten.

Unser Projektleiter Gerrit Thomas Köppl hat sich daraufhin sofort mit Herrn Müller in Verbindung gesetzt, um diese Informationen zu verifizieren und die Unklarheiten zu beseitigen. Herr Müller versicherte uns in einem langen Gespräch, dass alles Nötige in Absprache mit Kölncampus getan werde, um einen reibungslosen Übergang in eine unseren Anforderungen gerecht werdende Übergangslösung zu gewährleisten. Sprich, wir stellten uns auf vorübergehende Senderäumlichkeiten wie z.B. Modulcontainer oder ähnliches ein. Außerdem wurde ein weiteres gemeinsames Treffen vereinbart. Die zuständige Mitarbeiterin des Baudezernats war nach dem Besuch in unserem Sender einen Monat im Urlaub und deswegen leider nicht für uns zu erreichen.

Das vereinbarte Treffen mit dem Architekten fand im September in unserem Sender statt. Allerdings war nicht Herr Müller selbst vor Ort, sondern seine Vertretung. Daher schilderten wir während des Meetings erneut die Problematik eines Umzugs für Kölncampus. Kölncampus arbeitet ehrenamtlich und würde einen solchen Umzug nicht mit finanziellen Mitteln delegieren können, sondern wir würden selbst anpacken müssen und den Umzug eines ganzen Senders stemmen. Natürlich bekommen wir Unterstützung von unserem Trägerverein, aber der Umzug nur wenige Monate zuvor, im Februar 2014, war für uns schon ein enormer Kraftakt. Außerdem besitzt Kölncampus hohe Anforderungen an eine Übergangslösung bzgl. Anschlüssen, Zugänglichkeit, Schallisolierung u.v.m. Also wurde vereinbart, dass unsere Technikabteilung diese Anforderungen zusammentragen werde, damit wir diese Informationen an das Architekturbüro weitergeben können. Das haben wir getan und leider keine Antwort bekommen.

Mitte November wurden wir ungeduldig, wir machten uns ziemlich große Sorgen um unseren laufenden Sendebetrieb. Schließlich sollten wir laut den ursprünglichen Angaben des Baudezernats schon im Dezember ausziehen. Mehrfach hat unser Projektleiter Gerrit Köppl versucht, das Baudezernat und den Architekten telefonisch zu erreichen, da beide auf wiederholte Mails leider nicht reagierten. Beim Baudezernat haben wir nie jemanden erreicht – und es hat sich auch nie jemand versucht mit uns in Verbindung zu setzen. Unser Projektleiter sowie alle anderen verantwortlichen Mitarbeiter unseres Senders haben keinen Brief, keine Mail und keinen Anruf vom Baudezernat der Universität zu Köln erhalten.

Anfang Dezember meldete sich der Architekt Herr Müller telefonisch bei unserem Projektleiter und entschuldigte sich für die bisher spärliche Informationslage und berichtete, dass das entscheidende Gespräch zwischen dem Baudezernat und ihm erst einen Tag zuvor stattgefunden habe. Das Ergebnis sei, dass im Moment keine Gefahr für die Benutzer des Gebäudes bestehe und wir von Kölncampus davon ausgehen könnten, dass wir unseren Sendebetrieb bis Ende 2015 normal im SSC aufrechterhalten könnten – ohne umziehen zu müssen. Wenn es dann so weit sei, würde es ausreichend Optionen für uns geben, innerhalb des Gebäudes adäquate Ersatzräumlichkeiten zu finden. Natürlich haben wir gefordert, diese Informationen zusätzlich schriftlich vorgelegt zu bekommen. Das ist leider nie geschehen.

Seitdem gab es keinen erneuten Kontakt mit dem Baudezernat oder dem Architekten – geschweige denn allgemeine Informationen. Heute konnten wir mit dem Pressesprecher der Universität zu Köln, Herrn Dr. Patrick Honecker, in unserem Morgenmagazin Frührausch ein Live-Interview durchführen. Hier haben wir zum ersten Mal gehört, wie mit Kölncampus während der Sanierungsarbeiten umgegangen wird. Die Büroräumlichkeiten von Kölncampus sollten zum Teil ebenfalls saniert werden. Sprich mindestens unser Redaktionsraum. Wie mit den anderen Räumlichkeiten umgegangen wird, ist uns aktuell noch nicht bekannt. Unser Musikredaktionsraum z.B. beherbergt unseren Server und unser zweites Produktionsstudio ist natürlich ebenfalls mit Technik ausgestattet. Unsere technische Senderstruktur und deren Räume sollten aber nicht von der Sanierung betroffen sein, ob aus pragmatischen Gründen der Durchführung der Bauarbeiten mit der Folge eines Einstellen des Sendebetriebs oder aus erfreulichen Gründen, nämlich dass diese Räume wirklich nicht Sanierungsbedürftig sind, wissen wir aktuell noch nicht.

Die Arbeiten in den anderen Teilen des Untergeschoss sollen 18 Monate andauern und beginnen mit dem Auszug des Studierendensekretariats ins Obergeschoss, die weiteren Seminarräume werden in die Mensa ziehen. Die mit Lärm verbundenen Bauarbeiten sollen größtenteils in den Abend- und Morgenstunden stattfinden – außerhalb von Seminarzeiten. Für Kölncampus könnte das trotzdem eine Einschränkung des Sendebetriebs bedeuten, da wir natürlich auch abends unsere Spezialsendungen live senden, teils sogar mit offenem Ende. Außerdem nutzen viele unserer Mitarbeiter die Abendstunden für die Vorproduktion von Aufnahmen, sowie andere redaktionelle Arbeit, die nicht leichter von der Hand geht, wenn um uns ein Gebäudeteil kernsaniert wird.

Hiermit möchten wir richtigstellen, dass wir nicht wie von Herrn Dr. Honecker geäußert wohl vorher vom Baudezernat informiert wurden. Wir haben nie eine offizielle Stellungnahme erhalten und besitzen keinerlei schriftliche Information über die Kernsanierung oder die folgenden Monate – nicht eine E-Mail. Herr Dr. Honecker äußerte, dass die Information vielleicht noch nicht bei der zuständigen Person angekommen sei. Aus unserem vorigen Umzug ist dem Baudezernat aber bekannt, dass unser Projektleiter der entsprechende Ansprechpartner und letztendlich Verantwortliche ist – und dieser hat sich mehrfach um die Informationsbeschaffung bemüht. Falls das Baudezernat in dem Telefongespräch durch den Architekten Herrn Müller im Dezember eine ausreichende Informationsweitergabe sieht, möchten wir diese als in keiner Weise zufriedenstellend zurückweisen. Auch wir sehen uns als Partner der Universität zu Köln. Wir sind dankbar für die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten und hätten gehofft, dass die Universität zu Köln uns besser in diesen Prozess mit einbezieht. Wir sind uns der misslichen Lage der Universität bewusst, aber wir glauben, dass durch eine partnerschaftliche Kommunikation viele Probleme, Umstände und Missverständnisse hätten vermieden werden können.

Wir danken Herrn Dr. Patrick Honecker für das Gespräch und für die ersten Informationen zur bald beginnenden Sanierungsphase. Wir hoffen auf eine bessere - einer Partnerschaft entsprechende Kommunikation in der Zukunft. Um die weiteren Unklarheiten zu klären, werden wir außerdem eine weitere Anfrage an die Pressestelle der Universität zu Köln richten.

Hier finden Sie außerdem unser Interview mit Herrn Dr. Honecker:

Frührausch-Interview: Dr. Patrick Honecker (Presseprecher Universität zu Köln)

Für weitere Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichem Gruß,
Carolin Blefgen


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Carolin Blefgen
Leitung Presse und Öffentlichkeitsarbeit

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Studierenden Service Center - UG1
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