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Frühstückslektüre | Was es mit Bitcoins auf sich hat

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Der Wert der digitalen Währung Bitcoins wächst seit Monaten. Doch was genau hat es eigentlich mit diesen Bitcoins auf sich von denen jeder spricht?

Die Bezeichnung stellt sich aus „Bit“, womit die kleinste Speichereinheit eines Computers gemeint ist, und „Coin“, dem englischen Wort für Münze zusammen. Bitcoins sind Geld, allerdings in Form von errechneten und verschlüsselten Datenblöcken.

2009 wurden die ersten Bitcoin-Blöcke berechnet. Aber wie geht das? Um Bitcoins zu berechnen ist ein Vorgang aus komplexen Formeln und Verschlüsselungen notwendig. Diesen Vorgang nennt man „Mining“, also „schürfen“. Wenn ein einzelner Computer Bitcoins berechnen müsste, würde er für wenige Bitcoins Monate brauchen. Deswegen sind viele Computer an der Berechnung von Bitcoins beteiligt. Würde man selbst versuchen Bitcoins zu berechnen, wären die Stromkosten höher als der Wert der entstehenden Bitcoins.

 

Aber es können nicht endlos viele Bitcoins erstellt werden. Bei 21 Millionen Bitcoins ist Ende. Das wurde durch einen mathematischen Algorithmus der Software zu Beginn des Projekts festgelegt. Inflationsgeschützt sind Bitcoins also auch. Fälschen kann man Bitcoins auch nicht, weil dafür die Software umgeschrieben werden müsste.

Anfangs hatten Bitcoins einen Ruf als Spielwährung für Computer-Nerds und Cyberkriminelle. Aber das hat sich schnell geändert.

Zu Beginn war ein Bitcoin nur wenige Cents wert. Seit 2013 geht der Wert für Bitcoins durch die Decke. Im Oktober 2013 lag der Wert eines Bitcoins schon bei um die 1.000€, was verglichen zum heutigen Preis von etwa 14.300€ pro Bitcoin ein Schnäppchen war.

Kein Wunder, dass auf einmal so viele Leute in Bitcoins investieren wollen. Wer Bitcoins kaufen will, braucht erstmal eine Wallet, eine digitale Brieftasche. Eine Software die es für alle Betriebssysteme gibt. Aber auch per App ist die Zahlungsabwicklung möglich. Mit der Wallet ist es möglich Bitcoins zu empfangen und zu versenden. Im Netz gibt es mehrere Bitcoin-Marktplätze. Anleger müssen sich anmelden und Konto- oder Kreditkartendaten hinterlegen. Einmal gekauft, kann man dann mit Bitcoins eigentlich überall bezahlen, wo die digitale Währung akzeptiert wird.

Die Vorteile der digitalen Währung sind, dass sie völlig unabhängig von Banken und staatlichen Regulierungsbehörden ist und in kürzester Zeit weltweit nutzbar ist.

Allerdings besteht eine Deflationsgefahr, da viele Bitcoininhanber auf immer höhere Kursanstiege spekulieren und die Bitcoins in ihrer Wallet horten, anstatt sie in Umlauf zu bringen.

Noch diesen Monat gehen Bitcoin basierte Futures an die Börse. Die Nachfrage ist riesig.  Jedoch befürchten
Experten, dass auch die Bitcoin-Blase irgendwann mal platzen wird. Die Entwicklung bleibt spannend.

Frühstückslektüre

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