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Sprechen... kann doch jeder!

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... aber gerade, wenn man im Radio spricht, macht man viele Fehler, die einem vielleicht gar nicht so bewusst sind. Auf unsere ganz individuellen Fehler hat uns Anja beim Sprechtraining hingewiesen.

Stefan Kessemeier (Kölncampus)

Nach einer langen Aufwärmphase und vielen Atemübungen ging es dann zum eigentlichen Teil des Workshops - das Sprechen. Jeder bekam einen eigenen, ihm vollkommen unbekannten Text und sollte diesen sprechen. Anja hat dann direkt verbessert und viele Tipps gegeben. Denn jeder hat ganz unterschiedliche Fehler gemacht. Trotzdem gibt es ein paar allgemeine Tipps, die man beim Sprechen eines Textes mitnehmen kann.

Generell soll man sich Zeit lassen. Langsames und deutliches Sprechen macht es dem Hörer einfacher zu folgen. Die Geschwindigkeit wird schon allein dadurch reduziert, wenn man sich den Text in Sinneinheiten unterteilt. Nach einer Sinneinheit soll auch gerne eine Pause gemacht werden und ein deutlicher Punkt gesetzt werden. Auch wenn es einem lang und ungewohnt vorkommt, darf die Pause ruhig einen Moment andauern. Dann hat man auch genug Zeit zu atmen, sodass man nicht atemlos durch den Text fliegt.

Auch Betonung war ein großes Thema. Zwar ist es wichtig den Text zu betonen, aber dann wiederum auch nicht zu stark. Das heißt nicht jedes einzelne Wort soll betont werden, sondern Schlagwörter. Um diese zu erkennen, ist es wichtig den Text zu verstehen und sich mit ihm auseinandergesetzt zu haben. Was ist das wichtigste Wort im Satz? Worauf zielt der Text ab? Auf welchem Wort soll der Fokus sein und auf welches setze ich vielleicht gerade die Betonung?
Betont man nämlich jedes einzelne Wort, wirkt der Text schnell monoton.
  
Aber auch wenn nicht jedes Wort die gleiche Bedeutung für den Text hat, ist es wichtig jedes Wort einzeln zu sprechen und keins zu verschlucken. Gerade bei Abkürzungen wie "EU" kann dies besonders schwierig sein.

Jedoch haben nicht nur einzelne Wörter eine größere Bedeutung für den Text als andere. Es gibt auch Schlüsselsätze! Diese sollten auch eine herausstechende Betonung haben. Nach einem Schlüsselsatz kann auch gut eine Pause gemacht werden. 
Hier sind auch die Übergänge zwischen den Sätzen wichtig. Um diese aber richtig zu setzen und betonen, ist es wieder wichtig seinen Text und den Ziel seines Textes verstanden zu haben. Dafür ist eine ausgiebige Auseinandersetzung mit dem Text unerlässlich!

Für einen guten gesprochenen Text ist seine Bearbeitung vorweg also sehr wichtig! 
Anja hat uns aber auch allgemein ein paar Tipps mit auf dem Weg gegeben. So zum Beispiel, dass es manchmal helfen kann mit einem Lächeln zu sprechen und dass man immer entspannt sprechen soll. Um das zu erreichen, können verschiedene Atemübungen hilfreich sein. 
Ein Tipp den ich interessant fand, war, dass Anja uns immer gesagt hat, wir sollen uns eine bestimmte Person vorstellen, der wir den Text präsentieren. Und zwar am besten einer Person, die wir mögen und der wir vertrauen können. Dann hat man nämlich automatisch ein anderes Gefühl beim Sprechen, vor allem wenn man nervös ist.

Insgesamt habe ich ganz viele Tipps mitgenommen, wie man an einen Text herangehen sollte, um ihn dann auch gut sprechen zu können. Und auch wenn das nicht immer klappt - Sprechen ist einfach Übung und auch eine ganz persönliche Sache, an der man nur selbst etwas ändern kann.
 



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