Leitung: Joana Leyendecker

ausbildung@koelncampus.com

Kölncampus ist ein Ausbildungsradio. Studierende kommen zu uns, um das Radio kennen zu lernen und ihre ersten Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln. Damit jeder neugierige Interessent einen Einblick in das bekommt, was ihn erwartet, haben unsere Assistenten ihre Erfahrungen bei Kölncampus für euch festgehalten.

Das war ne geile Idee!

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Ist euch schon mal aufgefallen, dass der Dienstag so ein bisschen der vergessene Wochentag ist? Der Montag ist der verhasste Tag, am Mittwoch ist die Hälfte geschafft, am Donnerstag sieht man das Wochenende bereits am Horizont und am Freitag schaltet der Kopf ja schon in den Stand-By Modus. Also wie gibt man dem Dienstag Bedeutung? Wie wäre es mit einer Ausbildung bei Kölncampus?!


Vorkentnisse...? Pff...!


Also, wie bin ich zu Kölncampus gekommen? Es fing alles mit einem Flyer in der Uni-Mensa an. Und da ich tendenziell das Bedürfnis habe, mir jeden dieser Flyer zumindest mal anzuschauen, blieb auch dieser nicht verschont. Während ich den Flyer überflog, blieben meine Augen bei einem Satz hängen. 'Es sind keine Vorkenntnisse nötig'! Bäm...und plötzlich ging alles ganz schnell. Infoveranstaltung, „Bewerbungstreffen“ (eigentlich nur ein Rundgang und kurzes Plaudern im Sender, also alles harmlos) und schwupps war die Zusage da. Wie muss man sich jetzt aber so eine Ausbildung bei Kölncampus vorstellen? Über 12 Wochen gestaltet man das Morgenprogramm (genannt 'Frührausch') mit. Dabei übernimmt man alle drei Wochen eine neue Aufgabe. Dazu gleich mehr.

Von Weißwurst und Schokostreuseln


Fangen wir vorne an...ganz vorne. Der Wecker klingelt! Ja das ist wirklich wichtig. Der Frührausch fängt zwar erst um 8 Uhr an, Treffen ist jedoch bereits um 7 Uhr. Gehört man dann noch zu der Sorte Mensch, die morgens etwas länger braucht, findet man sich plötzlich zu Uhrzeiten im Bad wieder, von denen man bisher nur in irgendwelchen Mythen gehört hat. Immerhin das Frühstück kann man sich Zuhause sparen, denn das holt man dann mit allen Anderen zusammen im Sender nach. Jeder bringt einfach was mit. Das sorgt dann auch dafür, dass es manchmal zu ganz 'interessanten' Kombinationsmöglichkeiten kommt, z.B. Weißwurst und Schokostreusel.


Vielfalt können wir


Dann geht’s los mit der Sendung. In den ersten drei Wochen macht man die Mensatipps. Klingt erst mal unspektakulär, ist aber eine ganz dankbare Sache, schließlich steht man das erste Mal vor dem Mikro. Das bringt mich direkt zu einem wichtigen Punkt: Du darfst ab der ersten Sendung direkt vors Mikro! Etwas, vor dem ich ziemlich Respekt hatte. Sobald man aber einmal loslegt, ist all die Nervosität vergessen. Als nächstes darf man sich dann in einer kurzen Glosse (genannt '...und die Welt') eine Minute zu einem Thema seiner Wahl mal so richtig austoben. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Egal ob der Besuch beim Zahnarzt, oder die Erlebnisse beim spielen eines Onlinegames, alles ist erlaubt (mein persönliches Highlight!). Hier lernt man ganz gut das erstellen von Beiträgen, die nicht live, sondern vorproduziert sind. Text einsprechen, Effekte und Töne einbauen, all das kann man hier üben. Bei den News präsentiert man aktuelle Neuigkeiten aus Köln und der Wissenschaft. Hier steht vor allem recherchieren, kurz und knapp schreiben und richtig sprechen im Vordergrund. Zum Abschluss gibt es dann noch das Kollegengespräch. Hier unterhält man sich dann vor dem Mikro live mit dem Moderator über ein Thema.


Wir sind nicht perfekt, wir sind Studierende!


Ist die Sendung geschafft, gibt es noch den Aircheck. Da hört man sich dann nochmal die Beiträge gemeinsam an und hat danach die Möglichkeit, Anmerkungen zu machen. Was war gut? Worauf kann man nächstes Mal achten? Mir persönlich hat der Aircheck immer sehr geholfen. Apropos helfen, dass schöne bei Kölncampus ist, dass jeder jedem hilft. Keine Hierarchien, kein überhebliches Gehabe. Schließlich sind wir alle Studierende! Es klappt nicht immer alles zu 100%, auch bei den Moderatoren geht mal was schief. Mal streikt die Technik, mal der eigene Kopf. Aber das ist alles nicht weiter dramatisch, schließlich ist Kölncampus ein Ausbildungsradio und wir machen das alles ehrenamtlich.


Und wie geht's weiter?


Hat man die Grundausbildung abgeschlossen geht es eigentlich erst richtig los. Man kann eine Weiterbildung zum/r Musikredakeur/in oder Moderator/in machen, man kann sich aber auch erstmal in unzählige Spezialsendungen stürzen. Egal ob kulturinteressiert, Metalhead oder Videospielfan, für jeden ist was dabei. Hier kann man seiner Leidenschafft freien Lauf lassen. Ich meine, bei welchem Radiosender kann man sowas bitte machen? 

Mittlerweile bin ich seit ca. einem halben Jahr dabei und zurückblickend kann ich nur sagen: Das war ne geile Idee!


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