Filmtipp filmspur@koelncampus.com
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16.06.2005 22:55 Uhr, Batman Begins (Batman Begins) Adam West, Michael Keaton, Val Kilmer, George Clooney und jetzt ? Christian Bale. Und, wisst ihr es? Ja, Batman ist zurück; diesmal unter der Regie von Christopher Nolan, der zuletzt das amerikanische Remake von Insomnia in die Kinos brachte. Und keine Angst ? Batman gehört längst nicht mehr zu den Superhelden, die ihre Unterhosen über den Strumpfhosen tragen. Das war schon 89 in Tim Burtons Version passé und das tut er 2005 in BATMAN BEGINS auch nicht. Im Gegenteil: Batman ist düster, diesmal sogar noch düsterer als in seinen letzten vier Leinwandabenteuern. Die Rüstung ist schwarz wie seine Seele und selbst seine Stimme klingt, als sei er gerade erst der Hölle entstiegen. Und um gleich zu Beginn auch direkt noch einer weiteren möglichen Befürchtung entgegenzuarbeiten, sei gesagt, dass BATMAN BEGINS nicht jene bisherige, mit jedem neuen Teil schlechter gewordene Filmreihe fortsetzt. Vielmehr erzählt Christopher Nolan eine alternative Variante der Geschichte um den Fledermausmann und deshalb ist es ihm auch möglich, noch einmal ganz neu anzufangen: wie der Titel BATMAN BEGINS bereits vermuten lässt, erfahren wir diesmal, wie und auch warum sich Multimilliardär Bruce Wayne das Superheldencape überhaupt überstreift. Wie er seinem Butler Alfred (Michael Caine) an einer Stelle des Films erzählt, ist es, um zu mehr als nur einem Menschen zu werden: zu einer Legende, einem Gerücht, einer Bedrohung, die schon Angst macht, bevor sie überhaupt da ist, um zum Schrecken aller Verbrecher zu werden. Aber bis das soweit ist, lässt sich der Film viel Zeit. Zunächst erleben wir den jungen Bruce Wayne, eingesperrt in einem tibetanischen Gefängnis, wo er eines Tages mysteriösen Besuch bekommt. Sein Gast ist der Europäer Duncard (Liam Neeson), der ihm anbietet, ihn in die ?Gesellschaft der Schatten? aufzunehmen, einer Art Gemeinschaft von Ninja-Mönchen. Bei diesen lernt Bruce Wayne fortan alles, was er braucht um effektiv auf Gangsterjagd zu gehen. Und Gangster gibt es in BATMAN BEGINS mehr als genug: gemeinsam verfolgen die nämlich einen diabolischen Masterplan, der nicht weniger als ganz Gotham-City bedroht. Christopher Nolan ist mit BATMAN BEGINS ein ganz außergewöhnlicher Superheldenfilm gelungen. Er würdigt, dass Batman ein Held, ganz ohne fantastische Superfähigkeiten ist, der sich alles selbst erarbeiten muss und so sind auch die Gegner, die er hier bekämpft und die Welt, die er bewohnt, diesmal nicht grotesk überzeichnet. Gotham-City ist nicht mehr ein gothisches Monstrum aus einem Guss, sondern eher ein leicht überhöhtes Abbild von New York. Und das Böse trägt ein menschliches Gesicht. Was aber noch viel wichtiger ist: Nolan weiß, und das bewiesen zuvor schon seine Filme wie Following und Memento, wie man intelligente, spannende Filme erzählt. BATMAN BEGINS ist gleichzeitig Psychogramm, Tragödie und Actionfilm, verpackt in großartigen Bildern, untermalt von einem tollen Soundtrack. Und dann die Schauspieler! Michael Caine, Liam Neeson, Gary Oldman, Morgan Freeman und allen voran Christian Bale, dem das Fledermauskostüm so gut wie bisher noch niemandem passt! So sollten Blockbuster sein! Die einzige Schwäche des Films ist die Figur Rachel Dawes, die von Katie Holmes gespielt wird. Während man bei den anderen Figuren merkt, dass Filmteam und Schauspieler, zum Kern dieser vorgedrungen sind und klar hervorheben, was sie zum ticken bringt, bleibt diese Jugendliebe von Bruce Wayne leider blass. Aber das ist nur eine Kleinigkeit, der Rest des Films ist überwältigend. Deshalb bleibt nur noch zu hoffen, dass der Film ein Hit wird und Nolan seine geplante Batman-Trilogie realisieren kann. Comicverfilmung USA 2005 Regie: Christopher Nolan Darsteller: Christian Bale, Michael Caine, Liam Neeson, Katie Holmes, Gary Oldman, Morgan Freeman Länge: 141 Min. von Philip Gritzka |
Batman alias Bruce Wayne
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