Neuigkeiten - Archiv

Studenten stärker suchtgefährdet [06.05.05.]

Allein aufgrund ihrer Eigenschaft, Studierende zu sein, sind Studierende suchtgefährdet - mehr übrigens als der gleichaltrige nicht studierende Teil der Bevölkerung.
Anne Pauly, diplomierte Sozialpädagogin an der Katholischen Fachhochschule in Köln hat in einem bundesweit einmaligen Forschungsprojekt das Suchtverhalten von Studierenden untersucht.
Das zentrale Ergebnis überrascht nicht sonderlich, entspricht es doch dem jahrzehntealten Vorurteil vom lustigen Studentenleben.
Außer dem Konsum von Alkohol, Nikotin, Cannabis und anderen Drogen haben Pauly und ihre Mitarbeiter auch auf Essstörungen hin untersucht, eine vor allem bei Mädchen weit verbreitete Form der Sucht. Unter Studentinnen gibt es rund doppelt so viele Betroffene wie in der Normalbevölkerung.
Wer die 9-Uhr-Vorlesung einmal ausfallen lässt, weil der Abend zuvor gar zu ereignisreich war, ist jedoch noch lange nicht suchtgefährdet. Aber: Zur Gewohnheit darf es nicht werden.