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Stimm- und Gesichtserkennung arbeiten enger zusammen als bisher angenommen. [12.09.11.]

Stimm- und Gesichtserkennung arbeiten enger zusammen als bisher angenommen.
Ein Forscherteam des Max-Planck Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig hat herausgefunden, dass die Bereiche Stimm- und Gesichtserkennung direkt über Nervenfasern miteinander verbunden sind. Vorher wurde angenommen, dass Informationen zwischen den beiden Wahrnehmungssystemen erst auf einer höheren Bewusstseinsebene ausgetauscht werden.
Mit Hilfe von magnetresonanztomografischen Messungen konnten Nervenfasern sichtbar gemacht und deren Verlauf nachvollzogen werden.
Dieses Ergebnis ist wichtig für die Personenidentifizierungen, zum Beispiel bei lauter Musik oder in dunklen Umgebungen.
Das Forschungsteam untersucht nun die Eigenschaften dieser Verknüpfung und erhofft sich neue Erkenntnisse zur Behandlung von Patienten, die andere Menschen durch Stimme allein oder Gehör allein nicht erkennen können.