"Meine Ausbildung bei Kölncampus..."

Erfahrungsbericht von Kristin Gabriel:

Zum Wintersemester 2006 bin ich nach Köln gezogen.
Natürlich zum Studieren und natürlich irgendwas mit Medien. Gleich in der ersten Vorlesung, in der jeder was von sich und seinem Werdegang erzählen sollte? so was find ich persönlich ja total schrecklich-, wurde ich durch einen meiner Kommilitonen, der von seiner Arbeit bei der Musikredaktion von Kölncampus erzählte, auf den Hochschulsender aufmerksam. Gehört hatte ich ihn noch nie. Ab da aber nur noch, das verspreche ich euch?

Radio selber machen? Die Idee fand ich fast schon atemberaubend und total alte Schule, war selber in dem Bereich noch nie tätig und außerdem neu in Köln und kannte ja keinen Menschen. Also los zum nächsten Infotreffen- Radio machen und Leute kennen lernen!

Wie, man muss da ?ne Bewerbung schreiben? Na das kann ja heiter werden, das hatte ich nicht bedacht. Und die haben so viele Anfragen, die nehmen mich doch nie!

Wer hätte es gedacht, es klappte doch. Ich bekam den Dienstag als Frührausch-Morgen. Ein super Team, immer leckeres Frühstück, unglaublich viel Spaß und selbstverständlich gutes Radio.

Naja, ganz so einfach war es doch nicht immer? Aber zumindest stimmt das mit dem Frühstück und dem lieben Team 

Dazu ein paar Punkte, die euch vielleicht nützen, abschrecken, gefallen, aufklären?

Punkt eins- um halb sechs morgens aufstehen(eher unangenehm)

Punkt zwei- hundertmilliontausend Stufen bis oben in den

Punkt drei- es war/ist sehr, sehr gemütlich im Sender

Punkt vier- die Aufregung und ewigen Versprecher
(Gerade ich als Nervenbündel war immer mit meiner kleinen Welt fertig, wenn ich morgens beim Sender ankam, hatte fast die ganze Nacht vorher vor Aufregung nicht geschlafen und mir immer tierischen Stress gemacht, ob das ,was ich geschrieben hatte, gut genug war?)

Punkt fünf- egal, was es ist, im Endeffekt klappt immer alles

Punkt sechs- sogar das verfluchte KG mit O-Ton
(Das war für mich absolut unmöglich und unschaffbar. Schon allein wenn ich nur daran gedacht habe, bekam ich nervöse Flecken? Nach insgesamt 7 Stunden im Sender stand aber auch das.)

Punkt sieben- auch die Workshops gehen nach ein paar Stunden rum
Punkt acht- fast jeder nimmt Rücksicht, fast jeder kümmert sich, wenige sind genervt, wenn man die gleiche Frage zum dreizehnten Mal stellt

Punkt neuen- wenn man nach der ewigen Recherche oder dem Tippen ON AIR war, weiß man, warum man sich die Arbeit gemacht hat und klopft sich auch schon mal selbst auf die Schulter

Punkt zehn- ich habe Radio selbst gemacht, viel dazu gelernt, tolle Bekanntschaften geschlossen und, naja, würde es jederzeit wieder tun

Und auch wenn ich jetzt nicht mehr im On Air Bereich bei Kölncampus bin, sondern im PR Team mitwirke, bin ich mir sicher, dass ich meinen Weg noch mal zurück ans Mikro finde. Und wenn ich nicht aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen muss, werde ich den Sender erstmal nicht wieder verlassen.
Erfahrungsbericht von Sabine Kortland:

Da hab ich mir doch schon ewig vorgenommen, doch endlich mal diesem tollen Sender, den man fast ununterbrochen hören möchte, auch mal beizutreten, wenn man schon mal die Gelegenheit dazu bekommt!!!
Immer wieder bin ich auf die Seite gegangen, um zu schauen, wann die Info-Treffen sind. Fand aber nie einen Termin, der in meinen Plan passte. Doch dann: Es war der Tag, an dem Deutschland gegen Ecuador 3:0 nachmittags gewonnen hatte. Ich rechnete mir aus, wenn das Spiel um 16 Uhr beginnt, schaff ich es locker bis 19 Uhr zum Infotreffen.
Gesagt getan.
Aber, nicht wie erwartet, eine Horde Williger in dem Raum, wo das Treffen stattfand, sondern nur ein halbes Dutzend Leute, teilweise sogar mit breitem Grinsen und Deutschland-Flaggen auf die Wangen gemalt. Prima, dacht ich, diesmal klappt es!
Es war toll: Basti hat alles erklärt, was wichtig war.
Der Donnerstag wurde mein Frührauschtag.
Bevor ich das ersten Mal auf Sendung gehen musste, war mir ganz schön schlecht.
?Es sind doch ?nur? die Mensa-Tipps?, habe ich mir immer gesagt!
Außerdem hat es geholfen, mir selbst die Nervosität zu nehmen, in dem ich mir immer einredete, dass es ja zum Glück niemand sieht, wie unglaublich nervös ich bin, hauptsache ich habe meine Stimme unter Kontrolle.
Ich muss sagen, dass es mir schon fast auch vor dem Moderator unangenehm war, dass er sehen musste, wie mein Kopf total rot ist und ich mega am Schwitzen bin, aber mit jedem Mal wurde es einfacher und besser...
Ich war überwältigt, wie viel Spaß das macht und alles so toll funktioniert hat und wie nett es einfach bei Kölncampus an sich ist.
Ich kann jedem der mal testen möchte, wie er sich so ?on Air? macht und einen kleinen Hang zum Schreiben hat, dass er sich diese Ausbildung nicht entgehen lassen sollte.
Erfahrungsbericht von Maximiliane Sarwas:

Fast hätte ich es nicht mehr für möglich gehalten.
Es muss bestimmt schon ein gutes halbes Jahr her sein, dass ich das erste Mal von Kölncampus als Ausbildungsradio Wind bekam. Ich bin dann wie alle anderen auch voller Vorfreude zum ersten Infotreffen gegangen, hab mir alles angehört und fest damit gerechnet in die nächste Ausbildungsrunde aufgenommen zu werden. Tatsächlich hat es dann noch fast sechs Monate gedauert, bis es endlich für mich losgehen konnte. Kathi, die gute Seele des Vereins, ohne die wahrscheinlich binnen kurzem alles zusammenbrechen würde (ich sag nur schludrige Studenten) hat sich prima um mich und die anderen Auszubildenden meiner Gruppe gekümmert. Nach einigen weiteren Anlaufschwierigkeiten mit der Yahoo ? Group (!) hatte ich dann tatsächlich irgendwann meinen ersten Tag beim Radio.
Wie jeder andere wahrscheinlich auch, der vorher nie mit dem Medium Radio zu tun hatte, hatte ich mächtig Lampenfieber. Aber, um den vorangegangenen Lobpreisungen die Krone aufzusetzen: Ich wurde so lieb aufgenommen im Sender obwohl man als Neuling mit dem Namen ?Assi? betitelt wird. (Hörassi, Technikassi?) Lampenfieber ist überhaupt nicht nötig. ? das Erste, was man im Sender lernt ist: Fehler werden verziehen!!! Gut fand ich den strukturellen Aufbau der Ausbildung. Man fängt ganz easy-peasy als Hörassi an. Soll heißen, man sitzt von morgens 7 Uhr (auch an diese gottlose Stunde gewöhnt man sich recht schnell) bis 12 Uhr im Sender und sieht den anderen Auszubildenden, dem CvD und dem Moderator bei der Arbeit zu. Man erhält einen ersten Einblick in das Gewusel dort im Sender, baut Ängste ab und hat nebenbei noch die Gelegenheit eine Frührauschsendung von Anfang bis Ende zu verfolgen. Im anschließenden Off-air-check wird man dann als Hörassi das erste Mal richtig gefordert, wenn man sich verschiedene Stellen der Sendung noch einmal anhört und seinen Senf dazu geben muss. Ganz ehrlich, ich kam mir schon richtig Banane vor, den anderen Auszubildenden, die ja schon viel weiter waren als ich und dem Moderator, der ja noch viel, viel weiter ist als ich, den Marsch zu blasen als jemand, der ich ja nun mal da noch war, der von Radio machen noch nicht so viel verstand.
Dann eine Woche später durfte ich als Technikassi tatsächlich schon ans Mikro. (haha, dachte ich mir, selber schuld, wenn die mich machen lassen?) ? und wieder muss ich sagen, auch hier liegt eine Stärke des Ausbildungssenders verborgen und keine Schwäche. Als Auszubildender wird dir so gar keine Zeit gelassen, vor dem Mikro Angst zu bekommen. Der Schubs ins kalte Wasser bringt wirklich nur Vorteile. Mein Tipp für alle mit schwachen Nerven: Ich hab mir, als ich das erste Mal on Air geschaltet wurde, einfach vorgestellt, es würde keiner zuhören!!! Das ist zugegeben nicht sehr originell, bringt aber den erhofften Erfolg, nämlich, dass man einigermaßen ruhig am Mikro steht.
Die nächsten Wochen macht man Umfragen, und lernt ganz nebenbei mit den Schnittprogramm Magix umzugehen; während der Spezialredaktionswoche schnuppert man bei anderen Redaktionen in die Arbeitsabläufe rein, man schreibt und liest die News, führt Kollegengespräche on Air, und eh man sich?s? versieht, ist die Ausbildung schon fast wieder vorbei.

Was auch nicht unerwähnt bleiben sollte, sind die drei Workshops, an denen jeder Auszubildende teilnimmt. Drei ganze Tage zwar, an denen man, wenn man Pech hat, nichts von dem schönen Wetter vor der Tür hat, aber auch genau die drei Tage, an denen man unglaublich viel Wissen mitnehmen kann. An dieser Stelle ein dickes Lob an Boris, unseren Nachrichtenworkshopleiter. Du regierst zwar deine Workshops mit eiserner Hand, dafür hab ich nirgendwo anders in den Workshops so viel für meine Arbeit beim Radio lernen können.
Schluss und letztendlich bleibt für mich nur noch zu sagen: DANKE Kölncampus! Danke Kathi, danke Workshopleiter, danke Jenny und all den Anderen. Ich habe so viele liebe Menschen kennen gelernt, das Radio ist meine neue große Liebe?das habt ihr jetzt davon: so schnell werdet ihr mich nicht mehr los!
Erfahrungsbericht von Vicky Hoffmann:

Aushang: Kölncampus Infotreffen nächsten Mittwoch um 19.00 Uhr in der
Spoho?

Wir haben ein Hochschulradio? Feine Sache, einfach mal hin da. Zack, beworben, Warteliste, tsiss..., angenommen. Puh, keine Ahnung vom Radio, vorher auch nie welches gehört, gings dann auch schon los.

1. Woche: Erster Schock: 5. Stock! Alles klar, die Hörassistenz schaffte ich auch ohne Puste.
Erwartet hatte ich eigentlich Stress, Tränen, Prügeleien, aber alles lief überraschender Weise sehr relaxed ab und so begann der Morgen erstmal mit einem richtig miesen Kaffee.

2.Woche & 3. Woche: Technik und Mensa. Technik kein Problem nach dem einmaligen Technikworkshop.
Mensatipps on air. Scheiße. Kann ich nicht. Mach ich nicht. Das rote Lämpchen leuchtet. Na, dann mal los....Geschafft. Geil. Ich will nochmal. Highlight: Kaffee auf den Teppich geschüttet; Teppich hat ihn sofort verschluckt; kein nerviges säubern.

4.Woche: Umfrage. Auf diese hatte ich mich schon beim Infotreffen gefreut, mußte dann allerdings feststellen dass wohl Satan höchstpersönlich die Umfrage erfunden haben muß.
Mit dem Mikro stolzierend lief ich über den Campus, die Kopfhörer auf dem Kopf, schönstes Lächeln aufgesetzt. Als ich dann aufgehört habe mich selbst zu bewundern, erkannte ich erstmal dass überhaupt keiner da war:
Semesterferien, Freitag. ?Na, ich warte noch ein wenig; werden schon noch liebe Studierende kommen?. Halb 9: Ja, endlich! Aber was seh ich: gesenkte Häupter, die plötzlich ihre Richtung änderten, so dass ich letzten Endes mit dem Mikro über den Campus sprintete um Handgesten zu sehen, die mir sagen sollten: ?Talk to the hand.?.
Letzten Endes doch noch ein paar schöne O-Töne gesammelt, ging es zurück zum
lustigen Team und ans Schneiden. Dann war alles wieder gut.

5.Woche: In diese Wocher habe ich die Umfrage schonmal einen Tag vorher vorbereitet. Das sollte mir nicht nochmal passieren...

6. Woche: Die Spezialredaktionswoche = Frührauschurlaub. Meine Spezialredaktion konnte ich mir selbst aussuchen.Naja, ich hab´s einfach gemacht. Die Nachtphase soll es sein. Also ging ich einfach mal ohne Voranmeldung zur Redaktionssitzung, die zu meiner Begeisterung im Hellers, dem Himmel des Bananenbiers, stattfand. Freudig stellte ich fest, dass man direkt mit Aufgaben eingespannt wird und so die Möglichkeit hat Kölncampus auch nach der Ausbildung erhalten zu bleiben. Völlig verwirrt war ich am Freitag-Morgen. Da ist nicht wußte was ich ohne den Frührausch anstellen sollte, hab ich mein Team besucht und angefeuert soweit es meine Müdigkeit zuließ.

7.Woche: Endlich wieder um 5 aufstehen! Die Neuigkeiten... Nach dem intensiven Nachrichtenworkshop sollten die kein Problem sein. In Wirklichkeit kamen ungewollte Immitationen von Katja Burkard und dem lieben Herrn Tagesschausprecher zum Vorschein.
Um 8:30 mit Vicky Hoffmann. Guten Morgen... äh...einen Verprecher nach dem
anderen. Campustemperatur: Ohoh...gefühlte 15 Grad?
Um 9:30 schon besser und um 10:30 fluppt die Sache von ganz allein.

8.Woche: Das zweite Mal Neuigkeiten lief alles paletti. Völlige Coolness am Mikrophon. Völlige Selbstverliebtheit. Habe meinen Namen aufs Papier gemalt und mit kleinen Herzchen verziert.

9.Woche (Vorletzter Frührausch): Kollegengespräch! Juchu, schon sehr lange drauf gefreut und dann auch noch über mein Lieblingsthema ?ComputerBugs?????
Nach ausgiebiger Recherche hat mir das Thema wirklich Spaß bereitet. Bugtales wohoo....
Durch meine Nervosität besetzte ich die Toilette fast den ganzen Morgen; merkt aber eh keiner; weil die Leute von Kölncampus anscheinend alle keine Blase besitzen.

10. Woche: Frührausch die Letzte. KG mit O-Ton und noch eins, weil es son
Spaß macht. Hauptsächlich verbrachte ich meinen letzten Frührausch mit dem Schwelgen in Erinnerungen. Super Organisation. Bemerke wie routiniert alles durch die Ausbildung abläuft und dass der Spaßfaktor am Radio-machen weiterhin steigt. Bewundere mein Team. Begleite den Moderator. Esse ein Brötchen (die gibt es jeden Freitag). Rührung, wegen des Abschieds. Komme nächsten Freitag wieder.
Erfahrungsbericht von Timo Pauli:

Hallo, mein Name ist Timo, ich bin 22 Jahre alt und habe im April meine Ausbildung bei Kölncampus begonnen und mittlerweile abgeschlossen. Ich habe vorher noch gar keine Kontakte zum Radio gehabt.
Dies hier sind also meine ersten Kontakte mit der Produktion einer Radiosendung?.

Mein erster Besuch im Studio

Es ist Samstag, ich betrete des Haus, in dem Kölncampus sein Studio hat. Im obersten Stock. Es gibt keinen Fahrstuhl.
Nach dieser Erkenntnis mache ich mich auf den Weg in den weißichwievielten Stock. Hatte ich erwähnt, dass es sich um einen Altbau handelt? Mit einem Abstand Boden-Decke von mindestens 3,5m? Wenn nicht, kann ich nur sagen, man muss dementsprechend mehr Treppenstufen hinter sich bringen.
Ich komme oben an. Keuchend verkünde ich meinen Namen und lasse mich aufs Sofa im Büro fallen und erhole mich schwer atmend die nächsten Minuten bevor der Workshop, zu dem ich hier hingekommen bin, anfängt.


Hörassistent

Montags darauf steige ich wieder die Treppen rauf. Es ist 7 Uhr morgens. Jonathan, der anwesende Chef-vom-Dienst (Kurz CvD), erklärt mir, dass ich erst um acht hätte da sein müssen.
Als die Sendung um 9 Uhr beginnt (seit Mai gibt?s den Frührausch schon um acht!), sitze ich voller Erwartung vor dem Radio. Zwei Stunden lang höre ich Radio. Das erste Mal in meinem Leben höre ich Radio nicht nur nebenbei. Fleißig schreibe ich auf, was schief läuft, was ich seltsam finde, was sich gut oder schlecht anhört...
Nach der Sendung gibt es einen so genannten Aircheck. Hier wird die komplette Sendung analysiert. Als Hörassi leite ich diesen Aircheck mit meinen Notizen als völlig unbefleckter Hörer.


Mein erstes Mal!

Die nächste Woche meiner Ausbildung verbringe ich als Technik Assistent und ich darf zum Ersten Mal On-Air, also live ins Radio mit den Mensa Tipps.
Dummerweise meldet sich die Neuigkeiten-Sprecherin krank. Sie hat ihre Meldungen gestern Abend schon verfasst und schickt sie uns per Mail. Wer liest jetzt die Meldungen? Timo? Ääääääääääääh... Na gut, warum auch nicht.
Mein erstes Mal On-Air verläuft etwas atemlos. Mit fehlender Routine atme ich an den falschen Stellen und mehrere Male muss ich mitten im Satz atmen, da die Luft zu Ende ist. Es wird ein Spießrutenlauf?.
Die Mensa Tipps verlaufen etwas besser, da ich mir den Text selber geschrieben hab.
Achja, zwischendurch muss ich noch die Berichte oder Interviews für die Kollegen vom NachDurst zurechtschneiden.


Second Chance

Wieder Technik! Am Abend vorher bereite ich ganz strebsam meine Mensa Tipps vor. Es ist der erste Frührausch im 3-Stunden-Format. Außerdem feiert Kölncampus den dritten Geburtstag.
Dummerweise ist der Umfrage-Assistent nicht da. Timo kannst du das machen? Ääääääääääääh... Na gut. Also mache ich auch meine erste Umfrage.

Die beiden Wochen in denen ich Montags die Umfragen mache, laufen tatsächlich für mich wie geplant ab. Ich mache meine Umfrage und schneide sie dann. Klappt alles.


Spezialredaktionswoche

In dieser Woche fällt der Frührausch für den Assistenten aus. Er oder natürlich auch sie, muss entweder eine Aufgabe im Off-Air Bereich (also z.B. in der Presseabteilung, Onlineredaktion oder einer sonstigen Verwaltungsaufgabe) oder in einer Spezialredaktion (die Abend-Sendungen!!!) erledigen.
Das heißt auf gut deutsch, ich habe einmal montags frei und muss nicht um 7 Uhr (was für mich 5.30 Aufstehen bedeutet) im Sender sein.
Am Abend der Wochenkonferenz in der Woche vorher bekomme ich eine Email, ob ich nicht doch ein Kollegengespräch machen könnte. Naklar. Ich hab ja eh immer Zeit. Also gibt es doch keinen freien Montag.
In meiner 7ten Woche lese ich die Nachrichten ganz ohne spektakuläre Zwischenfälle.


Hardcore

In der darauf folgenden Woche tausche ich mit einer Kollegin. Wir wollen beide zu einem Fortbildungswochenende in Bad Honnef mitfahren. Ihr Frürausch Assistenten-Tag ist dummerweise Freitag. Sie kann nicht früh aufstehen und dann ein Wochenende lang Workshops besuchen, feiern und nur sehr wenig schlafen. Ich schon. Ganz Gentleman-like biete ich ihr meinen Montag an!
Freitags stehe ich dann ab sieben im Studio, lese die Nachrichten, fahr nach Haus, um meine Klamotten zu holen und bin um halb vier am Bahnhof Süd.
Das Wochenende verläuft wie erwartet. Es ist ein Wechsel zwischen lernen in Workshops und feiern am Abend. Geschlafen wird nicht viel.
Sonntagabend bin ich um halb 9 zu Hause und muss noch ein Kollegengespräch für Montag schreiben. Ohja, ich muss wieder in den Frührausch. Um 23 Uhr ist es fertig und am nächsten Tag bin ich um acht wieder im Sender. Die Uni fällt zu Gunsten des fehlenden Schlafs heute aus.

Meine Ausbildung ist jetzt zu Ende. Zeit ein Resume zu ziehen:
Es hört sich zwar alles etwas chaotisch an, aber es hat saumäßig Spaß gemacht. Das wichtigste ist, dass die Sendungen immer funktioniert haben. Wir haben es immer hin bekommen, fehlende Menschen oder ausgefallene Technik improvisiert zu überbrücken.
Kölncampus verzeiht einem Gottseidank auch Fehler ? wir sind schließlich alle Menschen und wir sind ? das darf man nicht verschweigen ? ein Ausbildungsradio. Hier macht man halt noch Fehler, hier passieren auch manchmal Pannen? aber wir lernen daraus.
Wer Spaß am ?Radio machen? hat, sollte unbedingt mitmachen.
Ich bleibe auf jeden Fall dabei und ihr hört mich bald im Frührausch. Eventuell seht ihr mich auch, wenn ihr als ?neue? anfangt.

Timo
Erfahrungsbericht von Marcel Joppa:

Ich bin Marcel Joppa, 23 Jahre alt, und seit dem 18.04.05 bei Kölncampus. Ich habe vor meiner Ausbildung bei Kölncampus bereits drei Jahre als freier Mitarbeiter beim Lokalradio in Duisburg gearbeitet. Als ich dann hier in Köln beim Hochschulradio anfing, waren meine Erwartungen erst nicht so hoch. Ich dachte mir: Was kann mir Kölncampus schon geben, was ich in Duisburg nicht schon gehabt habe?

Die Antwort bekam ich prompt beim Einführungstreffen. Hier wurde uns gezeigt, welche Aufgaben wir während unserer Ausbildung zu erledigen haben. Direkt in der zweiten Woche sollten wir bereits live on Air mit den Mensa-Tipps! Ich habe es in den ganzen drei Jahren beim Lokalsender nie live ins Radio geschafft! Dafür waren dort nur die Festangestellten vorgesehen!
Hui, ein wenig Herzrasen hatte ich in der zweiten Woche dann doch, als ich das erste Mal am Mikrophon stand und Hilfe suchend zum Moderator schaute. Aber Fehler sind hier nicht schlimm! Schließlich klappte alles prima und niemand lässt einem aus dem Team allein. Wo ich auch direkt zum zweiten, sehr positiven Punkt der Ausbildung kommen kann: Das Team! Ich kann natürlich nur von mir ausgehen, aber ich habe mich immer gefreut, mittwochs zur Wochenkonferenz zu gehen, einfach weil ich da mein Team wieder sehen konnte! Jeder Wochentag hat ja ein spezielles Team für die Morgensendung "Frührausch" und dies ist oft so eine geile Gemeinschaft, dass selbst das frühe Aufstehen (um sieben Uhr im Sender) mir nichts ausgemacht hat.

Als ich dann in der fünften Ausbildungswoche die Neuigkeiten recherchieren konnte und diese natürlich auch selbst live gelesen habe, fühlte ich mich schon als festen Bestandteil von Kölncampus!

Ein dicker Pluspunkt von Kölncampus ist auch das Workshop- und Fortbildungsprogramm! Drei Workshops sind während der Ausbildung Pflicht: ein Technik-, ein Nachrichten- und ein Beitragsworkshop. Erstens macht das tierisch Spaß, zweitens lernt man echt Dinge, die man nicht nur fürs Hochschulradio braucht und drittens bekommt man am Ende über jeden Workshop ein Zertifikat. Und solche Bescheinigungen machen sich immer ganz hervorragend in Bewerbungsmappen!
Ich war auch auf einer freiwilligen Fortbildungsfahrt nach Bad Honnef. Unter anderem hab ich dort ein Sprechtraining absolviert. So ein Kurs kostet sonst wahrscheinlich über 400 Euro und ich bekam den umsonst.

Heute ist mein letzter Ausbildungstag und das ist wirklich schade! Ich habe mich so an das Team gewöhnt und ich könnte hier noch eine Menge mehr an Vorteilen der Kölncampus-Ausbildung nennen - aber das sollte man einfach mal selbst ausprobieren.

Nach der Ausbildung stehen einem alle Türen im Sender offen. Ob man danach in einer der zahlreichen Spezialredaktionen weiter arbeiten möchte (Filmspur, KulturImpuls, Hellfire Radio, etc), sich um die PR des Sender kümmern will, zur Online-Redaktion wechselt, sich als Musikredakteur versuchen möchte, und und und. Auch schon während der Ausbildung hat man reichlich Gelegenheiten, in diese Bereich herein zu schnuppern.
Ich habe mich dazu entschlossen, erst einmal selbst den "Frührausch" zu moderieren. Außerdem arbeite ich jetzt bei der Filmspur-Redaktion mit.

Ich werde Kölncampus ganz bestimmt so schnell nicht verlassen! Und ich kann jedem, der sich für den Bereich Medien interessiert, diese Ausbildung nur ans Herz legen! Es ist geil und rockt!!
Vielleicht sehen wir uns ja, macht?s gut,

Marcel