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Gestern war „Tag der Arbeit“, an dem vor allem Gewerkschaften zum demonstrieren für bessere Arbeitsverhältnisse aufrufen. Gestern vor 75 Jahren gab es den „Tag der nationalen Arbeit“ , 1933 von den Nazis umbenannt und für eigene Propagandazwecke missbraucht. Heute, am 2. Mai, vor genau 75 Jahren wurden die Gewerkschaften verboten.
Noch 1920 wehrte noch der größte Teil der Gewerkschaftsbewegung mit einem gemeinsamen Generalstreik den sogenannten Kapp-Putsch ab. 1933 dagegen zögerten die Gewerkschaften mit Maßnahmen gegen die aufziehende Hitler-Diktatur. Nach der Machtergreifung der Nazis wurden viele Gewerkschaftsführer in Konzentrationslager gesperrt und ihre Gewerkschaftshäuser von der SA besetzt. Auch ein Aufruf der Gewerkschaften, den von den Nazis am 1. Mai 1933 veranstalteten Tag der Nationalen Arbeit zu unterstützen, half nichts. Am Tag danach verbot man die Gewerkschaften, und ihr Vermögen wurde auf die Nazi-Massenorganisation Deutsche Arbeitsfront (DAF) übertragen. In der DAF, deren Mietgliedschaft nicht verpflichtend war, waren zahlreiche ehemalige Gewerkschafter vertreten. 1944 hatte die DAF, als größte nationalsozialistische Massenorganisation, ca. 25 Millionen Mitglieder.

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