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Sie waren für kurze Zeit der Sensationsfund des letzten Jahrhunderts: Heute vor 25 Jahren, am 25.04.1983 behauptete der „Stern“-Journalist Gerd Heidemann die Tagebücher Adolf Hitlers entdeckt zu haben. Angeblich würden über 60 Tagebücher Hitlers existieren, die dieser zwischen 1932 und 1945 geschrieben haben soll. Der „Stern“ beruft sich auf jahrelange Recherche und die Prüfung der Tagebücher durch renommierte Historiker.
Doch schnell kommen erste Zweifel an der Echtheit der Tagebücher auf. Ganz Deutschland rätselt: Ist das Ganze einfach nur ein gelungener Werbe-Gag oder eine täuschend echte Fälschung?
Der „Stern“ gibt dem Drängen der Öffentlichkeit schließlich nach und lässt die Tagebücher von einer Expertengruppe untersuchen. Die Analyse ergibt: Die Tagebücher sind eine Fälschung. Das benutzte Material existierte zu Hitlers Lebzeiten noch nicht und auch die Schrift entpuppt sich als gefälscht. Der „Künstler“ Konrad Kujau hat für die Fälschungen 9,3 Millionen DM vom Stern erhalten. Er wird zu 4 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt, ebenso wie der Journalist Gerd Heidemann, der fristlos entlassen wird. Und so wird das, was zur größten journalistischen Sensation der Nachkriegszeit werden sollte, zur größte Blamage journalistischen Arbeitens aller Zeiten.

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