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Autor:
Über die Autorin, Leonnie Swann, gibt es tatsächlich noch nicht all zu viel zu finden. Sie wurde 1975 in Dachau geboren und studierte Philosophie, Psychologie und Englische Literaturwissenschaft in München. Heute wohnt sie in Berlin, nachdem sie längere Zeit in Paris gelebt hat.
Unser heutiger Buchtipp beschäftigt sich mit Ihrem ersten Roman "Glennkill", der bereits im ersten halben Jahr nach Erscheinen 120.000 Mal verkauft wurde und schon in 20 verschiedenen Sprachen zu finden ist. 2006 erhielt sie dafür den Friedrich Glauser-Preis in der Sparte „Debüt".
Inhalt:
Eine Geschichte um die irische Schafsherde von George Glenn, die auf charmante Weise versucht den Mörder des besagten Schäfers zu finden. Eine ganz besondere Herde also, die nicht nur dümmlich in der Gegend rumsteht und grast und Gegrastes wiederkäut. Nein! Jedes Schaf hat seinen eigenen Charakter. z.b. der Leitwidder Ritchfield, sein mysteriöser Zwillingsbruder Melmoth , das zirkusschaf Othello, Mopple the Whale, der dicke und und und...
Eines Morgens findet die Herde ihren, nicht allzu geliebten Schäfer George tod auf. Ein Spaten steckt in der Leiche und – was allerdings nur das schlaueste Schaf bemerkt – ein Hufabdruck ist auf dem Körper zu erkennen.
Die Herde versucht den Mörder zu finden, muss allerdings um dies zu schaffen erst die Gedanken der Menschen verstehen und dies stellt sich als gar nicht so einfach heraus und führt oft zu lustigen Missverständnissen, die einen schmunzeln lassen.
Fazit:
Am Anfang wirkt der Roman eher schleppend. Aber nach dem Überwinden der ersten zwanzig Seiten nimmt er an Fahrt auf und man verliebt sich in die verrückten Schafe mit ihren Marotten. Grund dafür ist auch, dass Swann die verschiedenen Charaktere explitiz herausgearbeitet hat und ihnen im Verlauf des Buches auch treu bleibt.
Einziger Kritikpunkt: Manchmal scheint die ganze Situation ein wenig albern, aber, wenn man sich in die Welt der Schafe und ihre Denkweise eingelebt hat, empfindet man ihr Verhalten als allzu menschlich.
Im Laufe des Buches wird einem so einiges klar und die verschiedenen Zweige kommen in angenehmer Art und Weise auf einen Nenner, bis man am Schluss die verblüffende Wahrheit vorgesetzt bekommt.
Alles in allem eine amüsante Abendlektüre! Für Krimiliebhaber aber eher weniger interessant.

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